Warum?

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“

Vaclav Havel

Warum Geschichten? Die Macht von Sprache

Angelehnt an „Project Drawdown – Der Plan Wie wir die Erderwärmung umkehren können“:

Erkläre den Treibhauseffekt.

Wenn du damit fertig bist, erkläre den Treibhauseffekt deiner Oma.

Der Effekt an sich bleibt derselbe, doch die Sprache die du verwendest, um das Thema erfolgreich von deinem in Ihren Kopf zu transportieren, ist radikal anders. 

Geschichten sind besonders gut geeignet, um Wissen und Ideen zu transportieren und verständlich zu machen. Sie erlauben es uns in eine Welt einzutauchen, wecken Emotionen und lassen uns durch die Sprache der Gefühle spüren, wie es sich anfühlt in einer lebendigen, sich nachhaltig entwickelnden Welt zu leben. Somit gehen Sie über das bloße Verständnis hinaus, und das ist wichtig: Indem wir sehen und fühlen verstehen wir, nicht andersherum. 

Deshalb möchten wir euch anregen Geschichten zu einer lebendigen, gesunden Zukunft zu schreiben. Wie fühlt es sich an in einer solchen Zukunft zu leben? 

Ihr könnt dabei einen von mehreren Ansätzen wählen

  1. Ihr wählt eine Lösung aus unseren Ressourcen, oder z.B. aus Project Drawdown und stellt Sie ins Zentrum eurer Geschichte 
  2. Ihr erschafft in eurer Geschichte eine Welt, die auf die eine oder andere Weise von der erfolgreichen Umsetzung nachhaltiger Lösungen geprägt ist. In diese Welt platziert ihr eine “bekannte” Struktur: Sei es Romanze, Buddy-Komödie, Krimi, Drama, etc. 
  3. Eure Charaktere verhalten sich “nachhaltig”. In vielen Geschichten sind solche Charaktere oft weltfremd, arrogant oder schlicht nervig. Lasst eure Charaktere stattdessen Vorbilder sein denen Menschen gerne zuhören und folgen!

Warum lösungsorientierte Geschichten?

Forschungen haben festgestellt, dass der Konsum von positiven Geschichten, Menschen stärker motiviert, die Welt um sich herum positiv zu verändern, als negative Geschichten. Durch die Befragung von rund 2000 Menschen fand Dr. Denise Baden von der University of Southhampton heraus, dass die Teilnehmer in Folge negativer Geschichten zu „Ausgrenzung, Vermeidung, negativer Stimmung und Angst“ neigten. Das ist relevant, denn je schlechter sich die Leute nach dem Konsum der Nachrichten fühlten, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sie „ihre Stimme erhoben oder gar aktiv wurden, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen“.

Diese Erkenntnisse sind nur teilweise neu. Generell steigt zum Beispiel das Interesse an „konstruktivem Journalismus“, der nicht nur Probleme darstellt, sondern den Blick auch in die Zukunft richtet und Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze recherchiert. Menschen tauschen sich mehr darüber aus und teilen konstruktive Beiträge eher, was langfristig zu mehr gesellschaftlichem Engagement und Nachahmung ermutigen kann.

Auch mit den Wandelgeschichten möchten wir zur Normalisierung einer positiven, hoffnungsvollen Sicht der Zukunft beitragen.

Das Ziel ist es, die Kraft der Fantasie zu wecken und zu einem freieren Denken anzuregen. Es soll fühlbar werden, dass es viele Wege gibt, die Zukunft zu gestalten und wir mit unseren Bemühungen dabei nicht allein sind! Statt Resignation und Angst wollen wir Motivation und Zusammenhalt wecken und mehren. Deshalb rufen wir dazu auf, uns gegenseitig durch unsere Geschichten zu inspirieren und dabei die Sehnsucht zu beleben diese Ideen in die Tat umzusetzen.

Wir bitten also um lösungsorientierte Geschichten weil, weil sie, im Vergleich zu Katastrophenszenarien, eher dazu führen, dass Menschen tatsächlich handeln – und das ist es, was wir letztendlich möchten.

Inspiriert wurden die Wandelgeschichten von den „Green Stories Competitions“ der University of Southhampton, die 2018 von Dr. Denise Baden ins Leben gerufen wurden.

Kannst du deine Geschichte anschließend hochladen